Stadt Yazd
About City
Einleitung
Yazd ist eine faszinierende Stadt im Zentrum Irans und das Zentrum der gleichnamigen Provinz. Sie gilt als die älteste Lehmziegelstadt der Welt. Sie wurde als erste historische Stadt des Iran und 22. historisches Denkmal des Landes in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen. Wegen ihrer historischen Rolle im Schmuckhandel erhielt Yazd den weiteren UNESCO-Titel „Weltstadt des Schmucks“.
Mit ihrer gut erhaltenen historischen Altstadt (eingetragen als Nationales Denkmal seit 2006) ist Yazd ein wichtiges medizinisches, kulturelles und historisches Zentrum. Es wird erzählt, dass der erste Safe der Welt vor etwa 1.700 Jahren hier gebaut wurde.
Yazd trägt zahlreiche poetische Beinamen, die ihre einzigartigen Merkmale beschreiben: „Stadt der Windtürme“, „Stadt der Qanate, des Gebets und der Genügsamkeit“, „Dar al-Ibada“ (Haus der Anbetung) und „Stadt der warmherzigen Menschen“.
Geschichte: Von der Sassanidischen Gründung zur Blütezeit der Atabegs
Die Provinz Yazd gilt als eines der ältesten Gebiete des Iran. Archäologische Funde belegen eine Zivilisation. Diese konzentrierte sich auf vier antike Zentren und lag an den alten Handelsrouten (Rey-Kerman und Pars-Khorasan).
Etymologie und Gründungslegenden
Der Name Yazd wird oft auf den sassanidischen König Yazdegerd I. zurückgeführt. Er ist mit dem Wort „Yazish“ verbunden, was in der mittelpersischen Sprache Verehrung oder Anbetung bedeutet. Gründungslegenden schreiben den Bau der Stadt auch Herrschern wie Bahram Gur zu, der sie „Yazdangard“ nannte. Spätere Sassanidenprinzen und -prinzessinnen errichteten ebenfalls Dörfer und Bauwerke in der Region.
Die Ära der Atabegs und der Mongolen
Der Höhepunkt der Blüte von Yazd begann nach dem 8. Jahrhundert n. H. Die Atabegs von Yazd regierten die Region fast 140 Jahre lang. Sie spielten eine entscheidende Rolle bei ihrer Entwicklung.
Schutz vor den Mongolen: Während der mongolischen Invasion akzeptierten die Atabegs unter Qotbaddin die mongolische Herrschaft. Durch Klugheit und Geschicklichkeit gelang es ihnen, Yazd vor Angriffen der mongolischen Armeen zu schützen. Dies sicherte einen relativen Frieden und Ruhe in der Stadt.
Handelsaufschwung: Im Schatten dieses Friedens blühte der Handel und der Austausch verschiedener Waren auf. Yazdi-Waren gelangten bis in die südlichen Gewässer des Iran nach Indien. Die Sicherheit und der Unterhalt der Straßen wurden ein zentrales Anliegen, was die wirtschaftliche Expansion weiter förderte.
Die Muzaffariden: Politische und Kulturelle Vorherrschaft
Die Dynastie der Muzaffariden stammte aus Meybod. Sie erlangte ihre Herrschaft, indem sie den Straßenunterhalt von Yazd und Meybod sicherstellte. So stürzten sie die Atabegs.
Regionale Macht: Die Muzaffariden-Herrschaft gilt als Wendepunkt. Yazd brachte zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Dynastie hervor. Diese hatte mehr als ein halbes Jahrhundert lang die Kontrolle über weite Teile des südlichen Iran.
Haus der Wissenschaft (Dar al-Ilm): Der kulturelle Höhepunkt fand ebenfalls in dieser Zeit statt. Es wurden so viele Lehranstalten gegründet wie in kaum einem anderen Teil des Iran. Dies brachte Yazd den Titel „Haus der Wissenschaft“ ein.
Timuriden und Safawiden
Die Timuriden stürzten die Muzaffariden-Dynastie im Jahr 795 n. H. und übernahmen die Kontrolle. Herausragende Bauwerke dieser Ära sind die Kachelarbeiten der Freitagsmoschee von Yazd, der Amir Chaqmaq-Platz und die dazugehörige Moschee.
Während der Safawiden-Ära erlebte der Handel einen starken Aufschwung, besonders mit Seide und Textilien. Yazd lag auf der Landroute von Isfahan nach Delhi. Da die Stadt hochwertige Textilien herstellte, wurde sie sehr wohlhabend.
Zand- und Qajar-Ära
Während des Afghanen-Einmarschs leisteten die Yazdis starken Widerstand und schützten die Stadt. Spätere einflussreiche Familien wie die von Mohammad Taqi Khan Bafqi bauten viele Denkmäler in Yazd. Dazu gehören der Dolatabad-Garten, die Khan-Schule und der Khan-Basar. Ein wichtiges wirtschaftliches Ereignis in der Qajar-Ära war die Gründung des Jahanyan-Handelshauses. Dieses legte später den Grundstein für die erste iranische Bank.
Sprache, Religion und Kulturelle Vielfalt
Die Menschen in Yazd sprechen Persisch mit dem Yazdi-Akzent. Eine sprachliche Besonderheit ist das Behdini oder Gavruni (zoroastrisches Dari). Dies ist eine traditionelle Sprache, die unter den Zoroastriern verbreitet ist.
Das Zentrum des Zoroastrismus
Die Mehrheit der Menschen in Yazd sind Zwölf-Schiiten. Daneben lebt in Yazd eine der größten Gemeinschaften von Zoroastriern im Iran.
- Heilige Stätten: In und um Yazd gibt es wichtige Pilgerstätten und heilige Stätten für Zoroastrier.
- Feste: Eines der wichtigsten Rituale ist das Sadeh-Fest. Es wird jedes Jahr am 10. Februar in Yazd und anderen zoroastrischen Regionen gefeiert.
Auch andere religiöse Minderheiten haben zur Vielfalt der Stadt beigetragen. Darunter sind Bahais und historisch eine beträchtliche Anzahl von Juden und Armeniern.
Kulinarische Spezialitäten: Deftiges und Süß-Saures
Die traditionelle Küche von Yazd zeichnet sich durch herzhafte Eintöpfe und einzigartige Abwandlungen bekannter persischer Gerichte aus. Oft werden lokal angebaute Produkte wie Kichererbsen und Kürbis verwendet.
- Gheymeh Yazdi: Ein traditioneller Eintopf. Er unterscheidet sich vom klassischen Gheymeh durch die Verwendung von zweigeteilten Kichererbsen (Lappe Nohod) anstelle von gelben Linsen.
- Khoresht Be-Alu (Quitten-Pflaumen-Eintopf): Besonders beliebt im Herbst. Die Kombination aus Quitte und Pflaume erzeugt einen angenehmen süß-sauren Geschmack.
- Kufteh Lappe (Linsen-Kufteh): Eine regionale Version des Fleischbällchens. Es wird zubereitet mit Hackfleisch, Eiern, gelben Linsen und duftenden Kräutern.
- Kufteh Nohodchi (Kichererbsen-Kufteh): Fleischbällchen, die Kichererbsenmehl oder rohe gelbe Linsen enthalten, anstelle von Reis oder Linsen.
- Ghalieh Kadu (Kürbis-Ghalieh): Ein nahrhaftes Herbstgericht, das Kürbis, rote Bohnen, Mungbohnen und Walnüsse enthält.
- Tas Kebab Yazdi: Ein beliebtes Schichtgericht aus Hackfleisch, Zwiebeln, Kartoffeln und manchmal Karotten. Es wird langsam in Tomatenmark und Zimt geschmort.
- Ash-e Abghure (Traubensaft-Suppe): Eine gesunde und erfrischende Suppe. Der hohe Gehalt an Traubensaft und Trauben soll den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel senken.
Schlusswort
Yazd ist ein lebendiges Museum der persischen Zivilisation. Die einzigartigen Windtürme (Badgire) und das ausgeklügelte System der Qanate zeugen von genialer Anpassung an die Wüstenumgebung. Die Stadt ist ein unverzichtbares Ziel. Sie ist ideal für alle, die das alte Iran und das Zentrum des Zoroastrismus erleben möchten.
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